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Grund- und Hauptschule Schillingsfürst


Die Grund und Hauptschule Schillingsfürst bestand aus vier unterschiedlichen Hauptbaukörpern: Zwei Grundschulbaukörpern mit Satteldächern aus den Jahren 1962-63 sowie der Hauptschule und Turnhalle mit Flachdächern auf verschiedenen Niveaus aus den Jahren 1974-75. Die bestehenden Verbindungsbauten mit veralteten Sanitäranlagen wurden abgerissen.

Aufgabe war es durch den Neubau Verbindungen im Erdgeschoss und Obergeschoss zu erzielen und somit die Schule durchgängiger und übersichtlicher zu gestalten. Ebenso sollten neue Klassen- und Fachräume sowie Treppenhäuser geschaffen werden, um den heutigen Anforderungen als auch den geforderten Fluchtwegen gerecht zu werden. Form und architektonischer Ausdruck der neuen Verbindungskörper, welche sich der Gesamtsituation unterordnen, wurde bewusst einfach, selbstverständlich und zurückhaltend gewählt. Die Baukörper wurden überwiegend mit Glasfassaden und massiven Innenwänden hergestellt, wodurch sie in der Masse, zu den mit Lochfassaden versehenen Grundschulgebäuden und dem mit Fensterbändern ausgestattetem Hauptschulgebäude, zurücktreten. Ein klares, einfaches Farbkonzept gliedert die Gesamtstruktur und ermöglich vor allem den jüngeren Schülern eine bessere Orientierung und Unterscheidung zwischen den Gebäuden. Der Übergang zwischen Hauptschule und Turnhalle wurde ebenfalls neu gestaltet, so dass brandschutztechnisch eine konsequente Trennung erfolgt und gleichzeitig im Schutz der Holzverkleidung des überdachten aber offenen Ganges, ein Freibereich für die Lehrer entstand. Der vorher nicht kindgerechte Pausenhof der Grundschule wurde neu und den heutigen Anforderungen und Möglichkeiten entsprechend gestaltet. Dabei sind ein Freiluftklassenzimmer, Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie ein Bereich zum Abstellen der Fahrräder entstanden.
Dringend notwendige Sanierungen sind im Zuge des Neubaus zur Ausführung gekommen. So wurde das Turnhallendach saniert und als flach geneigtes Dach mit Metalleindeckung den Neubauten entsprechend in der Form angepasst. Wärmeschutzanforderungen konnten an den Haupt- und Grundschulgebäuden verbessert werden. Die Hauptschule und Turnhalle erhielten einen 2. Rettungsweg über Laufstege, Fluchtbalkone und außenliegende Treppenaufgänge. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll wurde das Trink- und Abwassersystem saniert, einschließlich der Trennung zwischen Schmutz- und Oberflächenwasser. Die Schaffung einer neuen Trasse für die Versorgung der Baukörper und die Umgestaltung der Buswendeschleife mit Haltestelle waren weitere Baumaßnahmen.

Das zusätzliche Raumprogramm und die technischen Anforderungen der heutigen Zeit konnten so, teils durch Umwidmung und Umbau, teils durch den Neubau, behutsam im Bestand realisiert werden.

Auftraggeber: Schulverband Schillingsfürst

Gesamtkosten: 4,9 Mio Eur
Neubau - BRI: 4.060 m³
Sanierung - BGF: 6.560 m²

BA 1

BA 2-4

BA 5