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Wie präsentiert sich eine weltbekannte Fremdenverkehrsstadt den ankommenden Besuchern?

Diese Grundfrage galt es zu klären und die Bilanz fiel nicht schmeichelhaft aus: Holz, Blech, Sandstein - alle nur erdenklichen Baumaterialien und - formen gaben sich am Bahnhof ein Stelldichein. Die Baumaßnahme mußte daher primär als Ordnungsmaßnahme aufgefaßt werden.

Wie reagiert man auf die vorgefundene Situation?
Kontraste und Wiedersprüche fanden sich bereits im Überfluß. Auch eine formale Angleichung an den Bestand erwies sich unter diesen Umständen als nicht praktikabel. Die Lösung konnte also nur in einer möglichst einfachen, klaren Struktur der Neuanlage liegen: Bistrogebäude, Fahrradparker und Busbahnhof erhielten daher das gleiche Dach aus Stahlbeton-Fertigteilplatten. Die Neubauelemente stehen in Beziehung zueinander und der Zerfall in drei verschiedene Einzelmaßnahmen wird verhindert. Einfache Kubaturen und klare Formensprache helfen den Aufbau einer Konkurrenzsituationzum alten Bahnhofsgebäude zuvermeiden. Die Fertigteilbauweise der Dach- und Wandaufbauten bindet zudem den Bahnhof und das, ebenfalls weitgehend mit Stahlbetonfertigteilen ausgeführte, einkaufszentrum stärker zusammen.

Baujahr / Ausführung: 1998 - 1999
Auftraggeber: Stadt Rothenburg o.d.T., Deutsche Bahn AG
Baukosten: 1.7 Mio DM





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